Helferin in der Not

09.11.2019

Anna Maria Samweber zum 50. Todestag

Zum Gedenken an Anna Maria Samweber wird Manfred Kannenberg-Rentschler eine Ansprache halten, Studierende der Schule für Eurythmische Art und Kunst und Alois Winter werden den Sprechchor „Den Berliner Freunden” aufführen – ein Mantram, das Rudolf Steiner Anna Maria Samweber speziell für die Berliner Anthroposophen übergab.

Anna Samweber (8. Juni 1884 München – 2. August 1969 Berlin) war Erzieherin, Übersetzerin und Haushälterin.

Von 1915 an wird sie eine der wichtigsten Mitarbeiterinnen der anthroposophischen Bewegung in Berlin. Sie kümmert sich um den Haushalt Marie und Rudolf Steiners und den Hort in der Motzstr. 17 in Schöneberg, sorgt ab 1918 für die Zweigräume im Atelierhaus in der Potsdamer Straße 98 bis zum Verbot der Gesellschaft 1935.
Ihre Begabung mit dem zweiten Gesicht lässt sie im Voraus den Brand des ersten Goetheanums, die Ermordung Carl Ungers und die Vernichtung Berlins im Zweiten Weltkrieg erleben. In diesem Zusammenhang bittet sie während eines Urlaubes in Dornach und nach dem Hitler-Ludendorff-Putsch am 9. November 1923 Steiner um eine Wegzehrung für die Berliner Freunde in schweren Zeiten. Rudolf Steiner gibt ihr am Tag darauf das Mantram und beauftragt sie, die Wohnung der Steiners in der Motzstraße aufzulösen.
Sie lebt nach dem Bau der Berliner Mauer bis 1968 im Ostteil der Stadt und stirbt 1969 bei Freunden in Berlin-Frohnau.

Ort: Rudolf Steiner Haus Berlin

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